Menschen(s)kinder im März 2020 – und ein Wort zur Wahl von Sportarten bei Kindern

Tierisches Shirt in hellblau-gelb :-)

Ihr Lieben,

herzlich Willkommen zur Linkparty Menschen(s)kinder im März! Wie schön, dass Ihr hier seid! Vielen Dank an alle, die ein Unisex-Kinderkleidungsstück oder -Accessoire in Februar verlinkt haben. Es waren wieder wunderschöne, inspirierende Sachen dabei, u.a.
Gerade die letzten beiden sind mal wieder tolle Beispiele für Kleidung für größere Kinder!
Das Teilchen, mit dem ich den heutigen Blogpost illustriere, ist ein Shirt, dass ich für ein zweijähriges Menschen(s)kind in unserem Freundeskreis auf besonderen Wunsch hin genäht habe. Schnitt ist das Babyshirt aus „Nähen mit Jersey – Kinderleicht“ von Pauline Dohmen (Version ohne Schulterknopfleiste), der Jersey ist vom hiesigen Karstadt.
Das tierische Shirt eignet sich sicherlich auch für sportliche Aktivitäten – und damit will ich heute den Bogen zum Thema „Sport“ bzw. „Wahl der Sportarten von Kindern“ spannen.
Darauf gestoßen wurde ich im Zuge eines Gesprächs mit der Mama einer Klassenkameradin unseres Sohnes, gleich mehr dazu. Es ist klar: Das Thema „Sport und Geschlecht“ ist RIESIG und hat unzählige Aspekte. Mir geht es heute aber um eine besondere Frage: Wie beeinflussen wir Eltern die Wahl der Sportart unserer Kinder aufgrund deren biologischen Geschlechts – uns was hat das für Konsequenzen?
Ich finde das Design des Stoffs allerliebst

Ich sprach also mit besagter Mama und wir kamen auf das Thema „Schwimmen“. Ihre Tochter hatte gerade einen Schwimmkurs abgeschlossen, wobei sich herausgestellt hatte, dass das Mädchen, sie ist 6, offenbar ein sehr großes Schwimmtalent ist. Binnen weniger Wochen hatte sie den „Freischwimmer“ und alle waren sich einig: Dieses Mädchen sollte unbedingt weiterschwimmen! Und auch die Tochter war der Meinung, dass das Reiten jetzt fortan durch Schwimmsport ersetzt werden sollten.

Doch anstatt sich über den sportlichen Erfolg zu freuen, machte sich die Mutter „Sorgen“ – und zwar um die Figur der Tochter! Zu muskulös und zu breite Schultern… diese optische Vorstellung hatte sie offenbar sofort von Ihrer Tochter…
Ich gebe ehrlich zu: Das hat mich schon ziemlich nachdenklich gestimmt.
Über diese Thematik hatte ich einfach noch nicht nachgedacht. Irgendwie hatte ich angenommen, dass es mittlerweile bei den meisten Familien Konsens ist, dass die Kinder mindestens einmal pro Woche „Sport“ machen. Und dass dieser Sport einerseits dem Interesse der Kinder entspricht (nicht dem der Eltern) und andererseite auch die Tatsache, dass jeder Sport den Körper eben auch ein wenig formt, nicht wichtig ist.
Aber es liegt auf der Hand, dass die Beeinflussung der Eltern hier enorm ist, egal, aus welchem Grund. Wenn man genauer hinschaut, sieht man deutlich eine Teilung: Die Mädchen tummeln sich bei Ballett, Tanzsport, Turnen und Reiten, die Jungs bei Fußball, anderen Ballsportarten und Kampfsport. Das sehe ich auch bei uns: Unser Sohn macht Judo, und die Mädchenquote in seiner Trainingsgruppe liegt bei ca. 1:10.
Da frage ich mich schon: Warum ist das so? Warum werden auch hier mal wieder die Geschlechterschubladen reproduziert? Die Fußballfrauen sind Weltmeisterinnen, aber scheinbar gibt es nach wie vor Vorbehalte in den Köpfen der Eltern, Mädchen zum Fußball zu schicken. Sind muskulöse Mädchen wirklich nicht weiblich genug?
Warum gibt es so andersrum so wenig Jungs, die tanzen oder Gymnastik machen? Ist das den Eltern „zu weiblich“?  Schämt man sich vielleicht sogar 2020 noch, wenn man sagen muss: „Unser Sohn geht zum Ballett“?
(Ich muss sagen: In unserem Fall wäre es sicher eine Steilvorlage für blöde Kommentare. „Jetzt hat das Kind schon keinen Vater und dann muss er auch noch ins Ballett…“ Aber als Regenbogenfamilie stehen wir hier anders unter Beobachtung.)
Arm- und Saumbündchen sind aus dem selbsten Stoff

Umso mehr ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, dass gerade der Sport Bereich ist, in dem die Vorurteile nach wie vor unglaublich fest verankert sind: Sehr viele Menschen / Eltern glauben, dass zu Jungen Sportarten passen, mit denen Risiko und Kampf verbunden sind. Jungen wollen angeblich konkurrieren, sich körperlich auseinandersetzen, rote Karten riskieren… Mädchen dagegen geht es angeblich um Ausdruck, Kooperation, Teamgeist und Fairness; Sport für Mädchen soll möglichst harmonisch sein. Das ist schon irgendwie verrückt, im Jahr 2020. Die Fachwelt nennt das „Bewegungssozialisation unter Einfluss geschlechterbezogener Vorstellungen“.

Ich freue mich, wenn Ihr auch bisschen erzählt, was Ihr so für Erfahrungen mit der Sportwahl Eurer Kinder gemacht habt. Habt Ihr hier (bewusst oder unbewusst) Einfluss genommen? Wie wären die Reaktionen in Eurem Umfeld, würde Euer Kind eine nicht geschlechterkonforme Sportart wählen?
Spannend ist das Thema in jedem Fall!

Ich wünsche Euch von Herzen einen sportlichen März!
Ach ja, und bevor ich es noch vergesse: Ihr seid nach wie vor herzlich eingeladen zur Oster-Aktion „Herzlichen Schnittwunsch“ – alles dazu findet Ihr hier!

Alles Liebe wünscht Euch
Karin

11 Gedanken zu “Menschen(s)kinder im März 2020 – und ein Wort zur Wahl von Sportarten bei Kindern

  1. Liebe Karin,
    unser Kind macht in der Zwischenzeit dreimal die Woche Sport. Alleine darauf reagiert die Umwelt etwas irritiert. Einmal Klavier kommt ja auch noch dazu. „Der hat ja keine Zeit mehr zum Spielen!“ Doch, hat er… Und seine Sportgruppen machen ihm Spaß und bieten ihm die Möglichkeit, Freunde zu treffen, mit denen er sonst weniger Kontakt hätte. :-) Und würde er uns signalisieren, dass es zu viel ist, würden wir sicher reduzieren. ;-)
    Seit er etwa 1.5 Jahre alt war, geht er ins Turnen. Das machen bei uns im Dorf sehr viele Kinder unabhängig vom Geschlecht – zumindest bis zum Schuleintritt. Ab der ersten Klasse gibt es in unserem Sportverein nicht mehr nur ein Kinderturnen sondern die Wahl zwischen Leichtathletik und Geräteturnen. Und da tut sich die Schere auf, das Verhältnis ist nicht mehr 1:1 sondern jeweils eher 1:2. Wir haben unseren Lauser für beides angemeldet – die Wartelisten sind lang und wir müssen mal schauen, was klappt. Falls beides, wünsche ich mir, dass er eine Zeit lang beides probiert und dann aufgrund seiner Vorlieben entscheidet. Dass hier vielleicht auch die Freunde mit reinspielen, ist mir aber auch klar. Ich bin gespannt.
    Tennis ist für meine Wahrnehmung eine unisex-Sportart. Das hat bisher und wird also wohl eher keine Kommentare geben. Seit kurzem macht der Bub aber auch Yoga. Als einziger Junge ins seiner Kindergruppe für 4-6jährige. Und ob es jetzt daran liegt, dass es der 4. regelmäßige Termin in der Woche ist oder daran, dass das eher als Mädchensport gilt: Hier wurden wir schon oft gefragt, ob das wirklich eine gute Idee ist. Die Freizeit und so… ob ihm das denn auch wirklich Spaß macht? (bei Klavier und Tennis interessiert das keinen…) Ob er das dann auch wieder aufhören darf, wenn er in die Schule kommt? Ich meine, hier eher eine Besorgnis um die adäquate Sportartwahl als um die Freizeitgestaltung rauszuhören. Zum Glück ist Yoga ein unbekannterer Sport bei den Kindern, im Kindergarten hört er deswegen bislang mWn keine blöden Kommentare. Ich hoffe also, das prallt noch lange an ihm ab. Denn das Yoga tut ihm gefühlt sehr gut. Aber mal abwarten. :-)
    Das Shirt find euch übrigens klasse. Ich mag die Farbe sehr , die leuchtet so schön auf deine Fotos. :-)
    Liebe Grüße
    Jana

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  2. Das Shirt ist zauberhaft, ich mag das Muster und die Farben sehr. Dein Beitrag erstaunt mich sehr. Ich höre es zum ersten Mal, dass es irritierte Blicke/Nachfragen/Ängste/Sorgen gibt aufgrund der Wahl der Sportart. Seltsame Welt. Ich glaube aber, dass die Zeiten sich dahingehend entwickeln, dass die Welt hysterischer bei egal was wird. So zumindest meine Wahrnehmung. Ich finde jede Art von Bewegung gut und freue mich, wenn Menschen Spaß an der von ihnen gewählten Sache haben. Wir hätten unserem Junior nie zu einer Sportart geraten/abgeraten, ich finde es eher schade, dass er nur einer Sportart nachgeht, ein bisschen mehr Bewegung würde dem „Computer-Nerd“ nicht schaden. Nun denn… ;-)
    Liebe Grüße
    Anni

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  3. Spannend, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Mein Größter hat verschiedenes ausprobiert, aber Teamsport bei dem man an andere „rangehen“ muss ist für ihn gar nichts. Im Moment im Spiel noch viel in Bewegung. Mein zweiter spielt (mäßig talentiert) mit Begeisterung Fußball. Die beiden Kleinen machen nich nichts. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

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  4. Ich erfülle wohl alle Klischees, ich habe mit meiner Schwester eine Pferdephase durchlitten und wir waren reiten (auf einem Pferd sitzen und anderen Pferden hinterherzockeln) und auch sehr lange Tanztraining (nur Mädchen). Alternativ hätte es noch Tennis und Fussball gegeben (typisch Land nicht so viel Auswahl), was mich beides nicht interessierte.
    Später habe ich einige Jahre koreanischen Schwertkampf gemacht (liebe ich, nur die ÖV Anreise ist schrecklich) und im Moment gehe ich regelmässig Bogenschiessen. Zwischendurch fechten probiert, auch eine tolle Sportart. Alles Sportarten die vom Frauen Männer Anteil sehr ausgeglichen sind.

    Mein Problem mit vielen Sportarten ist, Mannschaftssport lag mir noch nie und mich nervt auch das ständige Wettbewerbszeug. Warum immer Wettbewerbe und so, ich will es nur zum meinem Vergnügen machen und nicht immer wer ist besser.
    Aber damit schwenke ich ein bisschen von deinem Thema ab.

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  5. Liebe Karin, das Shirt ist sehr niedlich und sicher aus gut für sportliche Aktivitäten geeignet. Zum Thema Sport muss ich sagen, dass ich froh wäre, wenn sich mein Kind von mir mehr beeinflussen ließe. Ich habe es wirklich versucht! Seit früher Kindheit war sie im Kinderturnen und ist dort auch gerne hingegangen. Nach unserem Umzug wollte ich ihr nun wieder einen neuen Sportverein suchen. Gut vorstellen konnte ich mir für sie auch Schwimmen, weil sie eine richtige Wasserratte ist. Doch das Töchterchen interessiert sich schon seit einiger Zeit für Balett und gibt als Berufswunsch Ballerina an. Als ich das Thema nun wieder auf das Turnen bracht, fragte sie mich, ob sie nicht auch ins Balett gehen könnte. Also habe ich zähneknirschend eine Balettschule gesucht und bin mit ihr zur Schnupperstunde gegangen. Bei meiner Tochter war es die ganz große Begeisterung. Schon in der zweiten Stunde musste ich nicht mehr dabei sein, und sie fragt nun fast jeden Tag wie lange es noch zur nächsten Balettstunde ist. Ich kann mit Balett überhaupt nichts anfangen und finde in der Balettschule alles furchtbar klischeehaft und altmodisch (rosa Trikots mit Tütü), aber für meine Tochter ist es die große Leidenschaft und so werde ich meine Aversion und vielleicht auch meine Vorurteile überwinden müssen, um ihr nicht im Weg zu stehen.
    Liebe Grüße Julia

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  6. Hi! Ein sehr schönes Shirt!
    Und hier mein Sportbeitrag:
    Unser Kinder (zwei Mädchen, ein Junge) spielen alle Basketball. Das hat sich durch Freunde ergeben und nun gehen alle drei hin, weil ich möchte, dass sie regelmäßig Sport treiben und die Termine für mich praktisch sind, nicht weil eines der Kinder mal gesagt hat, dass es BB spielen möchte. Glücklicherweise hat sich noch keines beschwert ;-) dann würde ich vielleicht was Neues suchen. Die beiden Ältern (Mädchen, Junge) fahren noch Downhill. Das hat sich aus der Begeisterung des Vaters für diesen Sport ergeben. Die Jüngste lehnt das ab. Beide Sportarten sind m.E. geschlechtsneutral, was ich gut finde. Abgelehnt habe ich bei dem Jungen das Fußballspiel, die Atmosphäre dort finde ich fürchterlich. Die Große wollte Reiten und Ballett ausprobieren. Reiten gefiel ihr zu meinem Bedauern, Ballett zu meiner Erleichterung nicht. Der Gipfel der geschlechtsstereotypischen Sportart ist für mich die rhythmische Sportgymnastik. (Die Tochter einer Freundin betrieb es lange leidenschaftlich). Wie kleinste Mädchen da aufgetakelt und zu wahnsinnig übertrieben geschminkten kleinen Frauen gemacht werden, kann ich nicht ertragen.
    Lange Rede, kurzer Sinn: unsere Kinder üben mehr oder weniger von den Eltern gewählte Sportarten aus, die ihnen aber Spaß machen und die in meinen Augen geschlechtsneutral sind. Einige Wünsche der Kinder würde ich ablehnen, weil ich die Werte die dort vermittelt werden, nicht vertreten kann, die Jüngste liebäugelt nun mit den Pferden, was geschlechtstypisch wäre, von den dort vermittelten Werten für mich aber ok ist. Mal sehen, was daraus wird.
    Grüße Christina

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  7. Liebe Katrin,
    da denke ich immer man kann und darf doch heute alles und dann werde ich was Kinder angeht hier immer wieder mit der Nase von dir auf Sachen gestoßen und denken dann … jaaa, oh gott, das gibt es ja wirklich … als Erwachsene stehe ich gerade auch wieder vor so einem Gruselthema (beim Durchblättern des Fortbildungsprogramms stieß ich auf zigfache Angebote a la „Frauen führen anders“ „wie setzte ich mich als Frau in einer Führungspostion durch“ … ich dachte nur ähm … ich wollte nur gern mehr Kompetenz erwerben als Mensch und in meinem Job). Aber zurück zum Thema … Sport … wir befinden uns noch in der Findungsphase … bisher gab es Kinderturnen (das hätte ihm auch gefallen dort weiterzumachen, aber es gibt für Jungs nur noch eine Spielgruppe, für Mädchen Turnen … darauf hatte er keinen Bock, er hätte Turnen wollen). Für ihn gewählt bzw. zur Bedingung, dass er jemals alleine ins Freibad, zum Segeln oder Kanufahren kann, gemacht haben wir Schwimmen. Das macht er jetzt seit 3 Jahren und das mag er sehr. Auswählen darf er seine Sportarten nach Erreichbarkeit (ich fahre nur so weit unbedingt nötig) und dann müssen sie ein Jahr gemacht werden. Ausprobiert habt er Tanzen, Taekwondo und jetzt Fussball. Ansonsten werfen die Kinder halt Körbe und spielen auf dem Spielplatz Tischtennis und hier wird viel geradelt … aber alles eben so im Spielalltag. Wenn du mich fragst, wird nie ein Ballspieler aus dem Kind (zu viele Menschen zu nah an ihm dran) und auch kein Läufer … ich bin gespannt, was die Zukunft an Ideen noch so bringen wird. Im Ferienprogramm will er heuer mal Tennis probieren und Bogenschießen … ach … am allerliebsten ist es mir die Kinder bewegen sich viel im Alltag und da ist es toll, dass sie jetzt größer sind und Feld, Flur und Wald freigegeben sind … auch Sport und frische Luft … ganz egal welches Geschlecht … einfach eine Räuberbande! Liebe Grüße Ingrid
    PS: Dein Shirt ist sehr schön – zum Glück lieben doch alle Kinder Tiere!

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  8. Hallo Karin, das Shirt ist sehr schön. Ich mag diese klaren Farben sehr.
    Mit Sport habe ich noch nicht so die Erfahrung. Das Löwenmädchen war beim Eltern-Kind-Turnen und ist jetzt beim Turnen. Unser Sportverein hat nach dem Vorschulturnen Trampolin und Rhönrad. Da scheint es keine geschlechtsbedingte Verteilung zu geben. Das Kind möchte aktuell gerne klettern. Damit beginnt sie in ca. 14 Tagen. Das erscheint mir jetzt nicht typisch für Jungs oder Mädchen.
    Eine Ballsportart oder Sport mit viel Körperkontakt kommt hier eher nicht in Betracht. Das passt nicht zu dem, was ihr Spaß macht. Hier wird die Entscheidung gerade danach getroffen, welches Angebot in den Zeitplan passt und freie Plätze hat. Aus den Alternativen kann sie wählen.
    Ach ja, im Kiga tanzt sie hin und wieder. Da darf aber jedes Kind mal hin. Daher ist sie leider nicht so oft dran. Das macht ihr Spaß. Sie hat echt ein Gespür für Musik. Aber das passt am Nachmittag gerade gar nicht.
    Ich bin gespannt, was aus dem Klettern wird und was sie noch probieren wird. Viele Grüße von Xenia

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  9. Liebe Karin,
    das Shirt ist wirklich allerliebst geworden!
    Zu dem Thema Sportwahl kann ich nichts beitragen, da ich kein Kind habe, aber verallgemeinert man, ist es schon so, dass Jungs sich gerne eher körperlich austoben (zumindest merke ich das deutlich im Schulalltag). Ich glaube, es ist oft eher so, dass die Mädchen in eine Sportart gedrängt werden, weil sie eben nicht „so“ körperlich sein sollen/dürfen. Am schweirigsten sind, glaube ich, die Verallgemeinerungen: Jungs sind so und so, Mädchen so und so… da gibt es einfach immer Individualitäten.
    Das sind Mal meine paar Gedanken zu dem Thema.
    Liebe Grüße,
    Stef

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  10. Liebe Karin, über das Thema hab ich wirklich eine Weile nachgedacht. Ich glaube, dass Kinder mit unterschiedlichen Gegebenheiten geboren werden und man als Eltern deshalb nicht alle seine Kinder gleich behandelt. Insofern würde ich auch gar nicht sagen, dass wir unseren drei Söhnen die gleichen Sportarten vorschlagen würden.
    Für den Großen, der geräuschempfindlich, leicht zu frustrieren ist und nicht gern in den Körperkontakt mit Fremden geht, hatte ich Reiten und Ballett in den Ring geworfen, als er fünf war. Reiten hatte hier in Berlin ein Jahr Wartezeit im Ponyclub, beim Ballett hat mein Mann gestreikt und das Kind hat es mitbekommen. Mööööp! Er ist dann in den Tennisverein gegangen, wo ich den Vor-Kommentatorinnen zustimme, dass das tatsächlich ein Unisex-Sport ist – zumindest, was die Teilnahme angeht. Bei den Tennisröckchen hört Unisex auf…
    Der Mittlere ist total sportlich und könnte alles machen, ist aber von meinem Mann „unterstützt“ worden, in den Fußballverein zu gehen. Er hat, seit er vier (!) ist, drei Stunden Training in der Woche, im Sommer fast jedes Wochenende ein harmloses Spiel draußen (eineinhalb Stunden), im Winter alle zwei Wochen ein Hallenturnier (fünf!!!! Stunden). Das finde ich ehrlich eine unzumutbare Belastung fürs Familienleben. Im Sommer war noch ein einsames Mädchen in der Mannschaft, die ist nun weg. Dieses Gegröle, Gepöbel und Aufputschen in der Halle, wenn da leidenschaftliche Soccer Moms ihre Fünfjährigen anbrüllen („Ran da!!! Hol dir den Ball!!!“) geht mir gegen den Strich. Ich verweigere konsequent die Begleitung dieser Spiele. Wenn mein Mann nicht kann, muss der Fünfjährige fehlen oder mit anderen Familien fahren. Schrecklich!
    Ja, und ganz eindeutig gibt es Sportarten „für Jungs“ und „für Mädchen“. Wobei ich mich immer frage, woher all die Balletttänzer im Berliner Staatsballett kommen. Irgendwo müssen doch auch die angefangen haben, und es sind nicht alles Russen. Waren das die Einzelkämpfer in den Ballettschulgruppen? Komisch…

    Gefällt 1 Person

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