Meine erste Julika – mit Pusteblumen!

Ihr Lieben, bei mir im Blog ist derzeit noch CSD 🙂  Heute zeigt die kluge, bunte Sabrina von „Stitched Teacups“ ihren farbenfrohen Beitrag und verwöhnt Euch sicher mit einem intelligenten Text! Schaut unbedingt vorbei – und natürlich seid Ihr alle herzlich bei der CSD-Link-Parade willkommen!

Mein Posting heute ist nicht in den Farben des Regenbogens, sondern eher grau – auch ok 🙂 Ich habe nämlich meine erste „Julika“ (in grau!) genäht.

Mir geht es wie wohl so vielen Näherinnen: Ich wurde bei der Schöpfung mit einem nicht konfektionsgrößenkonformen Körper ausgestattet. Ich bin 1,83 cm groß und bewege mich je nach Körperregion zwischen den Größen 40/42 und 46. Passgenaue Kleidung für mich zu finden ist totale Glückssache.

Seit ich vor gut 2 Jahren das Nähen für mich entdeckt habe, versuche ich dahin zu kommen, mir einfach selbst passgenaue Kleidung zu nähen. Doch wie wir alle wissen: Der Weg ist steinig und heißt vor allem: Schnittmuster anpassen, Stoffe einschätzen zu lernen und viel zu experimentieren. Aber wenn ich dann tatsächlich ein Teil anziehen kann, bei dem unglaublicherweise die Ärmel lang genug, der Schulterbereich breit genug oder einfach die Gesamtlänge proportional stimmt, bin ich unendlich glücklich (und halte wieder viele Rückschläge aus… das macht unser Gehirn schon recht schlau…!)
Jetzt habe ich mal wieder einen neuen Schnitt ausprobiert, den ich schon unzählige Male im Netz bewundert habe: Julika von Prülla. Zuletzt war es die Hosen-Version von Änni, die mich dazu motivierte, Julika doch einfach mal selbst auszuprobieren. Nichts ist nämlich so schwer für mich zu finden, wie Hosen! Mein Becken ist scheinbar zu „hoch“ bzw. zu lang, meine Hüften dafür eher breit, aber meine Beine dafür dann sehr schlank. So habe ich bei Hosen immer den Effekt „Oben zu eng, insgesamt zu kurz, aber unten dafür viel zu weit“.  Unter diesen Vorzeichen probierte ich also, leicht verhalten, Julika aus.
Zu Beginn sollte es jetzt erst mal eine Short werden – aller Anfang ist kurz 🙂 Meine Stoffauswahl fiel auf einen gut abgelagerten Bio-Interlock-Jersey von Birch: Charley Harley mit Pusteblumen und Zweigen in grau. Ich hatte mal ein Meterchen davon in einem kleinen Stofflädchen mitgenommen, ohne anfängerinnenmäßig darauf geachtet zu haben, dass er nur 110 cm breit liegt. So hat er also lange auf seinen Einsatz gewartet und war nun aber bei Julika gewaschen zur Stelle. Allerdings reicht der Stoff nur megaknapp. Für das Innenfutter der Taschen habe ich einen grauen unifarbenen Jersey genommen und für den Bund habe ich viele Restteile des Zuschnitts gestückelt, was jedoch glücklicherweise kaum auffällt.
Das Nähen ging sehr gut, wobei ich die Anleitung nicht unbedingt als „anfängerinnentauglich“ einschätzen würde. Aber dadurch, dass ich für meinen Sohn schon so einigen Hosen mit Eingrifftaschen genäht habe, konnte ich sowohl die Schnitteile korrekt erstellen sowie diese dann auch in korrekter Reihenfolge zusammensetzen 🙂 Das besondere an Julika sind ja je 3 Falten vorne am oberen Oberschenkel, die der Hose ein leicht verspieltes Moment verpassen. Einfarbig und aus nicht ganz so sportlich wirkenden Sweatstoff genäht kann so auch eine sehr schicke Jogginghose entstehen.
„Meine“ Julika ist übrigens mit einem Gummiband im Bund ausgestattet – denn (die eigentlich vorgesehenden) Bindebänder und ich, wir verstehen uns meistens nicht so gut. Außerdem habe ich die Beine (Achtung, Überraschung…) um 10 Zentimeter verlängert.
Ja, und das Ergebnis? Die Julika passt mir ziemlich gut! Die Gesamtlänge ist super. Hinten könnte sie ein kleines Stück höher sein, aber alles noch im vertretbaren Rahmen.  Etwas weniger Stoff an den Oberschenkeln wäre schön, hier würde wohl eine Nummer kleiner dicke reichen (habe die 44 genäht). Insgesamt gefällt mir der Schnitt aber supergut, so dass ich ihn hier gerne anpassen werde und meine Pusteblumen-Julika sicher nicht letzte „Julika“ sein wird. Die nächste wird dann lang 🙂 Ich habe sie übrigens, seit ich sie unter der Nähmaschine hervorziehen konnte, in jeder Freizeitminute an und sie ist saubequem! Sie wird also sicher ihren festen Platz in meiner Freizeitgarderobe finden!
So, nun freue ich mich, dass meine gelunge Julika-Premiere bei RUMS, Prülla und den Bio-Link-Partys vorbeischauen darf und bin gespannt, was ich dort heute noch für inspirierende Werke entdecken werde!
 Alles Liebe wünscht Euch
Karin
Stoff: Bio-Inlerlock „Charly Harley“ in grau, noch über Dawanda z.B. hier erhältlich
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9 Gedanken zu “Meine erste Julika – mit Pusteblumen!

  1. Also die Julika mag ich auch sehr!
    In eher farblos und dafür mit dezentem Muster wirkt sie sehr edel, finde ich!
    Du könnest doch an den Beinen noch etwas Weite wegnehmen, wenn es dich stört.
    Ich finde es aber gut so!
    Dass das Bündchen gestückelt ist sieht man überhaupt nicht und sowieso ist doch eigentlich immer ein Shirt drüber.
    Ich habe bei meiner Short aus Versehen am oberen Rand zum Bündchen hin die Nahtzugabe weggeschnitten, da ist sie noch etwas kürzer als sowieso schon. Das passiert mir aber kein zweites Mal!

    Liebe Grüße
    Ina

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  2. Ich finde die Hose sehr hübsch, der Stoff ist schön. Allerdings finde ich dass das Schnittmsuter und der besondere Fall von julika noch nicht ganz rauskommt. Evtl. würde ich die Hose um gut 10 – 15 cm kürzen (oder probeweise umstecken) Leisten kannst du es dir! Ich finde die Hose sollte man kruz tragen oder knöchellang, so dazwischen finde ich mit den Falten irgendwie schwierig.

    LG Eva

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  3. Sehr schön! Ich hab meine ja trotz meiner Größe nur ein minibisschen verlängert weil ich mich nicht so recht getraut habe. Du hast da etwas beherzter zugepackt und es sieht gut aus (obwohl Du auch kurz gut tragen kannst!), das merke ich mir für meine nächste. Oder übernächste, denn erst brauche ich noch eine lange Version.;-)
    Liebe Grüße, Änni

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    1. Danke, liebe Änni, für dein liebes Feedback. Ich finde die Länge auch ganz gut, nur, wie gesagt, irgendwie ist es ein bisschen viel Stoff um meine Storchenbeine 🙂 Aber schön, wenn ich Dich auch mal inspirieren kann – Du hast mich schon sehr oft inspiriert, sei es bei Klamotten für Dich oder auch für meinen „Minimann“. Liebe Grüße!

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