Rock Lilia: Ein Versuch aus Popeline

Bei mir im Blog ist nach wie vor CSD-Time! Und meine Parade-Bloggerinnen veröffentlichen einen wundervollen, berührenden Beitrag nach dem anderen, zuletzt die immer kreative Julia von „Hügelring“ ; und heute wird die immer regenbogenbunte, kluge Jule ihren Beitrag zeigen. Bitte schaut unbedingt vorbei!

Ich zeige heute mal einen Teil abseits des kleinen Online-CSDs, nämlich einen Rock für meine Frau. Ich habe ja das große Glück, nicht nur mich, sondern auch Frau und Kind benähen zu dürfen. So habe ich quasi für jedeN von uns drei eine unendliche To-Sew-Liste und muss niemanden überreden, mit mir in ein „Stoffgschäfterl“ zu gehen, da sich hier alle liebend gern Stoffe für sich aussuchen.:-)

Diesmal war mal ein Teil für meine Frau an der Reihe, ein Rock aus Webware. Schon vor längerer Zeit hatten wir dem den Schnitt „Lilia“ von Hedi näht gesehen. Den sollte ich doch bitte mal probieren. Aber gern doch!

Für das Probestück habe ich einen günstigen Popeline aus dem Stoffschrank verwendet, dunkelbraun mit hellblauenTupfen. Diesen hatte ich mal Karstadt auf dem Wühltisch für eben genau so ein Probeprojekt mitgenommen.
Der Schnitt Lilia ist einfach gehalten (soweit ich das überblicken kann, ist das der Ansatz von „Hedi näht“: Möglichst einfache Schnitte mit schnellen Näherfolg.). Der Rock hat zwei klassische Eingrifftaschen und einen angesetzten Bund, in den hinten ein Gummiband eingearbeitet wird. Im Vorderteil wird das mittlere Stück gekräuselt.
Etwas irritiert war ich, dass der Schnitt vorsieht, dass Vorder- und Rückteil des Rockes nicht im Bruch zugeschnitten, sondern aus zwei Teilen zusammengenäht werden sollen. Mir erschließt sich der Sinn dahinter bis heute nicht. Ich habe es natürlich brav gemacht. Aber soweit ich das mit meiner Näherfahrung einschätzen kann, verändert sich dadurch der Fall des Rockes weder positiv noch negativ. Sollte es zu einer Wiederholung kommen, würde ich Vorder- und Rückteil sicher „einfach“ im Bruch zuschneiden.
Ansonsten klappte das Nähen recht gut. Sogar das Kräuseln – umso öfter ich das mache, umso leichter geht es 🙂 . Eine immer wieder erstaunliche Erkenntnis.
Das Gummiband wird erst in den hinteren Bundteil „eingenäht“ und dann entsprechend gedehnt an den Rock gesetzt. Hier hatte ich zwischenzeitlich Angst um meine Nähmaschine, weil mir der Druck des Gummibands wahnsinnig hoch vorkam. Allerdings nähe ich einfach so wenig Webware, so dass ich das einfach nicht gewöhnt bin – bei Jersey gibt ja immer alles so schön nach…
Übrigens habe ich „Lilia“  um 10 cm verlängert.
Ja, und das Ergebnis? Wie soll ich sagen: Der Rock passt und sitzt gut.  Aber: Er wirkt irgendwie… lahm. Mega-mega-schlicht. Gut, wahrscheinlich ist die Materialauswahl nicht perfekt, die von mir verwendete Popeline vielleicht etwas zu leicht (wobei Popline ausdrücklich für den Schnitt empfohlen wird…) . Aber irgendwie werden sowohl meine Frau als auch ich mit „Lilia“ nicht warm. Dazu kommt, dass der Rock ungefüttert ist und beim Tragen die Beine „hochkrabbelt“. Ebenfalls nicht optimal.
Ich überlege, ob ich noch eine neue Variante nähe, aus etwas schwererem Stoff und unbedingt gefüttert. Wahrscheinlich wäre es dem Schnitt gegenüber fair. Andererseits: Es gibt so viele wunderbare Rockschnitte – vielleicht passt Lillja einfach nicht so gut zu uns.
Auf alle Fälle darf Lilia nun in die Dienstagsrunde – auch nicht schlecht. Ach, und bevor ich es vergesse: Die CSD-Link-Parade geht noch bis 31.7.! 🙂
Alles Liebe wünscht Euch
Karin
Schnitt: Rock Lilia von „Hedi näht“
Stoff: Popeline braun mit hellblauen Pünktchen von Karstadt
Linked @: Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Creadienstag
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3 Gedanken zu “Rock Lilia: Ein Versuch aus Popeline

  1. Och, schlicht muss ja nicht unbedingt schlecht sein, wenn man mit einem etwas un-schlichteren Oberteil kombiniert. Da würde mich mal ein paar Kombinationen interessieren. Gegen das „Hochkrabbeln“ hilft ein extra Unterrock! Vor Jahren bin ich mal draufgekommen, dass man nicht unbedingt jeden Rock extra füttern muss (meine Großmutter hatte immer Unterröcke an) und habe mir um sündteures Geld einen gekauft. Hautfarben, damit er auch unter einem durchsichtigeren Rock nicht auffällt. Heutzutage würd ich mir ihn selber nähen: Schlauch, Gummi, fertig. lg, Gabi

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