Mein Basic-Teil: Schwarzer Kuschel-Pulli „Leara“

gruener-naehen-damenpullover-leara-3-2Ein zentraler Nähvorsatz für das Jahr 2017 ist: Mehr Basics für mich selbst nähen. Basic-Selfish-Sewing sozusagen…und dass ich damit nicht allein bin, habe ich in vielen Blogs gelesen.
Also habe ich gleich im Januar mal angefangen und einen echten „Basic-Pulli“ aus schwarzem Sweatshirtstoff genäht.
Auf der Suche nach einem passenden Basic-Pulli-Schnitt bin ich beim noch recht jungen Ebook „Damenpullover Leara“ von Textilsucht herausgekommen. Das Schnittmuster hält eine taillierte und eine etwas weniger taillierte Variante bereit, mehrere Kragenlösungen sowie eine (wie ich finde etwas eigenwillige) Variante mit Überlappung.  Ich hab mich für die taillierte Variante mit klassischem Rundhalsausschnitt ohne Überlappung entschieden.
Laut meiner Maße kam ich ganz klar bei Größe 44 heraus. Ab Gr. 44 sieht „Leara“ jedoch Brustabnäher vor – etwas, worum ich bisher einen Bogen gemacht habe. Doch es wurde Zeit. Also nähte ich die ersten Brustabnäher meines Lebens in dicken Sweatshirtstoff. Und: Es war ok 🙂 So schlimm sind die Dinger gar nicht….aber ich komme gleich nochmal drauf.gruener-naehen-damenpullover-leara-2-2
Insgesamt waren die einzelnen Nähschritte sehr gut nachvollziehbar dargestellt. Ich hatte schon mehrere ähnliche Shirt/Pullis für meinen Sohn genäht und für mich war es im Prinzip das Gleiche, nur mit längeren Nähten. Die Ovi hat mitunter ein bisschen gemault angesichts der Dicke des Stoffes, so dass ich einige Probenähte machen musste, bis ich die richtige Einstellung gefunden hatte. Was sich aber gelohnt hat: Insgesamt ist das Sweatshirt in meinem Fall zu 100 % mit der Ovi genäht, inkl. der Säume.  Ich hatte mir die Länge des Oberteils sowie der Ärmel mit einigen Zentimetern an Zugabe zugeschnitten, so dass ich genug „Spiel“ hatte, mit der Ovi zu säumen, also „Bündchen für Faule“ zu machen. Ich liebe diese Art des Saumabschlusses sehr. Ansonsten habe ich den Schnitt nur an den Armen leicht verändert – hier muss ich einfach immer gut 5 cm zugeben, da ich ziemlich lange Arme habe 🙂
Dennoch ist mein Fazit zu meinem ersten Basic-Teil ein wenig gemisgruener-naehen-damenpullover-leara-4cht:
Erst dachte ich: Mir ist der Pulli einfach eine Nummer zu groß – und das, obwohl der Stoff wirklich sehr dick ist. Mittlerweile setzt sich bei mir jedoch die Einsicht durch, dass es daran liegen könnte, dass mir schlicht die nötige Oberweite für die Gr. 44 fehlt. Dieses Problem habe ich bei Kaufkleidung seit jeher… wieso sollte es bei Schnittmustern anders sein…?!?
Vielleicht müsste ich mich doch mal mit dem Thema „SBA“, also dem Reduzieren der Oberweite in Schnittmustern, befassen…. Eine wunderbaren Artikel zur SBA gibt es im Blog „Siebensachen zum Selbermachen“,  den werde ich wohl mal genauer unter die Lupe nehmen.
Was der Pulli dadurch in jedem Falle ist: Sehr bequem und sehr kuschelig. Ein gemütliches Feierabend- und Wochenendteil. Von dem her bin ich also durchaus am Ende zufrieden.
Da mir der Schnitt und die Anleitung gut gefallen (es gibt Leara von Gr. 32 bis 50!) , werde ich „Leara“ sicher nochmal nähen, doch eben beim nächsten Mal angepasst. Vielleicht müsste ich mal die Gr. 42 probieren – die ist ja dann auch ohne Abnäher 🙂 
Nein, keine faulen Kompromisse: Sich mit dem Thema „Schnittmusteranpassungen“ auseinander zu setzen, sollte, glaube ich, auf der Liste der guten Vorsätze für das noch so junge Jahr ganz oben stehen – nicht nur für Leara, sondern auch die 1000 anderen Nähprojekte, die ich mir vorgenommen habe.
Und jetzt freue ich mich, mit meiner Leara zum ersten Mal in der „Me-Made-Mittwoch“-Runde dabei zu sein und das wöchentliche Stöbern! Außerdem freue ich mich, mit meinem „Oberteil aus dehnbarem Material“ bei Miriam / Brülläffchen beim Sew-Along „Ich näh mir meine Mini-Garderobe“ dabei zu sein. Und beim Jahres-Sew-Along von Fräulein An, wo es im Januar um das Nähen eines Basicteils geht 🙂
Schnitt: Damenpullover Leara von Textilsucht
Stoff: Jersey Sweat weich in schwarz (wohl von Swafing), z.B. gesehen bei Evils Needle
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7 Gedanken zu “Mein Basic-Teil: Schwarzer Kuschel-Pulli „Leara“

  1. Du hast recht- Basics braucht man immer. Und mit dem schwarzen Pulli ist ein guter Anfang gemacht. Den Schnitt kannte ich bisher gar nicht – aber die eigenwillige Überlappung muss ich mir mal anschauen.
    Grundsätzlich finde ich es aber schon mal gut dass er Abnäher vorsieht. Das hilft der Passform ungemein (auch wenn ich bei meiner Brust wirklich keine Abnäher benötige). Und sich mit dem Thema SBA auseinander zu setzten ist sicher nicht verkehrt. Mir hat es letztes Jahr zu einigen gut sitzenden und vor allem bequemen Oberteilen verholfen 😉
    Liebe Grüße Miriam

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  2. Herzlich Willkommen beim MMM! Ja, so ein schwarzes Basis Oberteil ist unverzichtbar, da hast du recht. Und vielleicht macht es dir ja Spass uns mittwochs demnächst noch mehr zu zeigen, was du für dich genäht hast.
    LG Dodo vom MMM Team

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    1. LIebe Dodo, herzlichen Dank für Deine MMM-Begrüßung, ich habe mich total gefreut! Ich hab großen Respekt vor Eurer „Truppe“, was ihr da schon so lange und mit so großer Hingabe auf die Beine stellt! Und ja, ich hoffe, ich kann zukünftig öfter bei Euch dabei sein 🙂 Liebe Grüße! Karin

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  3. Schön, dass Du mit Deinem Basic-Bulli grundsätzlich zufrieden bist. Dass er obenrum ein bisschen zu weit ist, fällt auf den Fotos (vielleicht wegen der Farbe) gar nicht so auf. Aber die Beschäftigung mit Anpassungen ist sicherlich nie verkehrt; steht auch bei mir dieses Jahr groß am Programm! lg, Gabi

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